Seminar Tiefbauunfälle 03.07.2010

An einem Seminar zu Tiefbauunfällen nahmen drei Angehörige der Feuerwehr Hofheim in Unterschleißheim teil.

In dieser Schulung wurde auf die allgemeinen Grundlagen und die grundlegende Vorgehensweise bei Tiefbauunfällen eingegangen.

Da sich die Absicherungs- und Rettungsarbeitenbei solchen Lagen bisher üblicherweise an den genormten Verbauverfahren (Stichwort senkrechter und waagrechter Normverbau) orientieren, zeigte das Seminar eine ganz andere Richtung auf.

Die Einsatztaktik und Ausrüstung orientierte an den englisch sprachigen Raum, da hier schon eine gewisse Spezialisierung vorliegt.

Grundsätzlicher Sicherheitsgedanke ist eine möglichst schnelle und sichere Arbeit, da nur so ein Verschütteter gerettet werden kann. Ein Graben/ eine Grube soll auch erst betreten werden, wenn die Verbauschalung und zugehörige Abstützung eingebracht ist.

Dies ist nur mit entsprechender Ausrüstung möglich. Notwendig ist hier der Einsatz von ausreichend tragfähigen Abstützungen die mit Druckluft betrieben werden und von außerhalb auch gesichert werden können.

Während des Seminars wurde auf folgende Punkte eingegangen:

  • Einsatzgrundlagen
  • Gerätekunde
  • Sicherung des Arbeitsbereichs
  • Einrichtung und Aufteilung der Einsatzstelle
  • Errichtung eines einfachen Grabenverbaus
  • Errichtung eines Grabenverbaus mit Hebekisseneinsatz
  • Errichtung eines Grabenverbaus mit Gurtholz-Sicherung

Insgesamt eine interessante und lehrreiche Veranstaltung und eine tolle Truppe - weitere Informationen zu diesem Thema finden sich im fwnetz, speziell hier oder hier.

Bilder: Simon Gräf

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Einführung in die Lage - zu sehen ein senkrechter "Norm"-Verbau auf dem Übungsgelände der Feuerwehr Unterschleißheim

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Einbringen der 1. Sicherungstafel

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Sicherung mit Nägeln nachdem alle Stützen eingebracht und von außen angezogen wurden

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Fertige Grabensicherung mit 3 Stützen

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Vorbereitung der Gurte - hier aus Aluminium und nicht aus Holzbalken

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Grabenverbau mit Gurten (noch unvollständig)