Fachbereich Atemschutz

Mit die wichtigste Ausrüstung einer Feuerwehr ist der „Atemschutz“. Der Begriff umschreibt  eigentlich ein komplexes System, dass hier ein wenig näher erläutert werden soll.
Atemschutzgeräte schützen Feuerwehrangehörige vor allen Atemgiften, die durch Mund oder Nase aufgenommen werden können. Diese treten Hauptsächlich bei Bränden auf. Das Einsatzspektrum reicht jedoch von Gefahrgut- bis Rettungseinsätze.
In der Regel werden sogen. umluftunabhängige Atemschutzgeräte verwendet, d.h. Jeder Feuerwehrangehörige hat seinen zeitlich begrenzten Luftvorrat dabei und ist somit von der Umgebungsluft unabhängig. Damit ist es auch möglich Bereiche zu betreten, wo nicht genügend Sauerstoff vorhanden ist.
Mit Atemschutzgeräten ist es also möglich sehr tief in Bereiche vorzudringen, die unter normalen Umständen niemals erreicht werden könnten. Einsatzkräfte ist so ermöglicht  direkt zu Brandherden vordringen, Personen aus verrauchten Bereichen retten, aber auch in Siloanlagen oder Schächten einzusteigen und mit weiterer besonderer Ausrüstung austretende gefährliche Gase oder Flüssigkeiten beseitigen.
Dies setzt natürlich eine besondere Ausrüstung, Ausbildung, Trainings- und Einsatztaktik voraus und macht das ganze zum System „Atemschutz“.
Spätestens seit Mitte der 90iger Jahre hat ein sehr tief-gehender Wandel im Bereich Atemschutz und Brandbekämpfung eingesetzt.
Es wurden nahezu alle Bereiche des Atemschutzes überarbeitet. Angefangen von neuer Schutzkleidung über organisatorische Maßnahmen (z.B.: Atemschutz-überwachung) bis hin zur veränderten Ausbildung und sichereren Vorgehensweisen (z.B. Training im Brandcontainer, Ausrüstung mit Hohlstrahlrohren u.v.m.).
Bei der Feuerwehr Hofheim befasst sich aktuell eine 4-köpfige Arbeitsgruppe mit der Überarbeitung des Systems „Atemschutz“. Zielstellung ist eine zeitgemäße und an die Belange der Feuerwehr Hofheim angepasste Ausbildung.